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Das Bild steht für die Frage, ob Joomla oder Wordpress das bessere CMS ist. Die Frage ist subjektiv. Für web2use lautet die Antwort: Joomla!

Lange Zeit hatte Joomla ein kleines Imageproblem. Bieder, etwas träge, gar altbacken. So hiess es. Joomla war lange nicht das CMS, das am lautesten gehupt hat. Andere Systeme standen vorne auf der Bühne, winkten mit riesigen Plugin-Marktplätzen und erzählten von grenzenloser Einfachheit.

Joomla machte derweil das, was Joomla meistens macht: Sauber arbeiten, stabil bleiben und den Laden zusammenhalten. Und zwar richtig gut: Joomla war schon immer schnell, aber jetzt wird es zur Rakete! Nicht im Sinne von Marketingfeuerwerk mit viel Rauch und wenig Nutzlast. Sondern im guten Sinn. Schnell, schlank, sicher und erstaunlich effizient. 

Mit Joomla 6 und erst recht mit der Version 6.1 bekommt das System spürbar mehr Schub. Das Entwicklerteam hat den Core modernisiert, alten Ballast entfernt und die Performance an vielen Stellen verbessert.

Warum Joomla aktuell so stark an Fahrt gewinnt, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Joomla 6: Weniger Ballast, mehr Tempo

Früher hatte Joomla teilweise noch technische Altlasten im Gepäck. Das ist bei einem CMS mit langer Geschichte ganz normal (Zur Erinnerung: Joomla 1.0 wurde im August 2005 veröffentlicht). 

Mit Joomla 6 haben die Entwickler genau dort aufgeräumt. Veraltete Funktionen verschwinden. Alte Methoden werden ersetzt. Der Core wird moderner und effizienter.

Das bringt weniger unnötigen Code, schnellere Verarbeitung und bessere Serverperformance. Joomla wirkt dadurch nicht nur moderner. Es fühlt sich auch deutlich agiler an.

Der grosse Turbo: Language File Caching

Eine der wichtigsten Neuerungen steckt dort, wo normale Besucher nie hinschauen. Bei den Sprachdateien.

Joomla arbeitet mit Sprachdateien, die alle Textbausteine im Core enthalten: Menüs, Buttons, Hinweise und Erweiterungen, kurz überall, wo Text im Backend auftaucht, stammt dieser Text aus einer Sprachdatei. Bisher mussten diese Inhalte bei vielen Seitenaufrufen immer wieder geladen und eingelesen werden.

Mit Joomla 6 hat das geändert. Die Sprachdateien werden jetzt intelligenter zwischengespeichert. Das nennt sich Language File Caching.

Klingt trocken. Wirkt aber stark: Gerade bei grossen und vor allem mehrsprachigen Websites und komplexen Installationen verbessert das die Ladezeit spürbar. Und das ist gerade in der Schweiz ein echter Fortschritt: Drei-oder gar viersprachige Websites sind flüssiger unterwegs und sparen zudem Serverressourcen durch das Sprachcaching.

Joomla macht hier genau das Richtige: Es arbeitet im Hintergrund schneller, ohne dass Redaktoren zusätzlich etwas berücksichtigen müssen.

Joomla liebt modernes PHP

Ein schnelles CMS braucht eine moderne technische Basis. Joomla 6 erfordet zwingend aktuelle PHP-Versionen.

Seit Joomla 6 ist PHP 8.2 die Mindestanforderung. PHP 8.3 ist die Empfehlung. Und das ist gut so: Moderne PHP-Versionen sind schneller, sicherer und ressourcenschonender. Dadurch reagiert die Website schneller und Prozesse werden schneller abgearbeitet. Besucher merken davon vor allem eines: Die Seite fühlt sich flotter an.

Wer heute noch mit sehr alten PHP-Versionen arbeitet, fährt technisch ungefähr mit einem Faxgerät durchs Glasfasernetz. Es funktioniert vielleicht noch irgendwie. Aber Freude macht es keine. Joomla 6 hat dem von vornherein einen Riegel geschoben.

Alter Code fliegt raus

Joomla 6 räumt nicht nur oberflächlich auf. Auch im Code selbst wurde viel modernisiert.

Alte Methoden werden durch klarere und effizientere Strukturen ersetzt. Ein Beispiel ist der Abschied von veralteten Aufrufen wie Table::getInstance(). Stattdessen kommen direktere und zeitgemässe Klassenstrukturen zum Einsatz.

Das klingt nach Entwicklerkaffee um Mitternacht. Hat aber ganz praktische Folgen: Weniger Umwege bedeuten weniger Rechenarbeit. Weniger Rechenarbeit bedeutet mehr Geschwindigkeit. Und mehr Geschwindigkeit bedeutet besser Platzeirungen in den Suchmaschinen und dadurch mehr Besucher.

Automatische Updates sparen Nerven

Ein weiterer Punkt ist die Wartung. Denn eine schnelle Website nützt wenig, wenn sie wegen veralteten Versionen unsicher ist.

Mit dem Auto-update in Joomla 6 können automatische Minor Updates automatisch eingespielt werden. Diese Funktion ist vor allem für Administratoren, die es bis anhin mit den Sicherheitsupdates und kleinere Wartungsupdates nicht so genau genommen haben, sehr nützlich: Denn nur eine aktuelle Joomla-Installation ist auch eine sichere Joomla-Installation.

Automatische Updates helfen, Joomla aktuell zu halten. Das ist gut für Sicherheit, Stabilität und Performance.

Schneller arbeiten im Backend

Geschwindigkeit bedeutet nicht nur Ladezeit im Frontend. Geschwindigkeit bedeutet auch: Wie schnell kann ich im Alltag arbeiten?

Auch hier legt Joomla 6 nach. Der Medienmanager wurde verbessert und zeigt nun Vorschaubilder für mehr Dateitypen an. PDF-Dateien, Videos und Audiodateien lassen sich dadurch besser erkennen und verwalten.

Wer schon einmal in einem Medienordner mit Dateien wie final_neu_wirklich_final_3.pdf gesucht hat, weiss: Das ist kein Luxus. Das ist Überlebenshilfe.

Auch Batch-Funktionen wurden verbessert. Tags können bei mehreren Inhalten schneller bearbeitet oder entfernt werden. Für kleine Websites nett. Für grosse Inhaltsseiten, Verbände, Vereine oder Newsbereiche aber ungeheuer wertvoll.

Joomla wird also nicht nur für Besucher schneller. Auch Redaktoren kommen zügiger ans Ziel.

Schnell und sicher: Das ist die eigentliche Kunst

Performance allein reicht nicht. Eine Rakete bringt wenig, wenn sie beim Start wackelt.

Joomla bleibt auch mit dem Fokus auf Geschwindigkeit ein CMS mit starker Sicherheitslogik. Rechteverwaltung, Benutzergruppen, Zugriffsebenen und klare Strukturen gehören seit Jahren zu den grossen Stärken des Systems.

Dazu kommt eine aktive Community, die bei Sicherheitsproblemen schnell reagiert. Das ist wichtig. Denn kein System ist fehlerfrei. Entscheidend ist, wie rasch Lücken erkannt, kommuniziert und geschlossen werden.

Gerade für KMU, Vereine, Verbände und Organisationen ist das zentral. Eine Website muss nicht nur hübsch sein. Sie muss zuverlässig laufen und einfach gewartet werden können.

Fazit: Joomla zündet technisch neu

Joomla 6 ist mehr als ein normales Upgrade. Es ist ein grosser Schritt nach vorne.

Der Core wird schlanker. Die Performance wird besser. Die Technik wird moderner. Die Wartung wird einfacher. Und im Backend wird vieles angenehmer.

Die Kombination aus Language File Caching, modernem PHP, aufgeräumtem Code, automatischen Updates und verbesserten Workflows macht Joomla aktuell extrem spannend.

Wird Joomla damit wirklich zum schnellsten CMS der Geschichte? Das hängt immer auch von Hosting, Template, Erweiterungen und der sauberen Konfiguration ab. Aber eines ist klar: Wer eine blitzschnelle Website will, ist bei Joomla absolut richtig.

Für bestehende Joomla-Websites lohnt sich der Blick auf Joomla 6 deshalb sehr. Der Wechsel von Joomla 5 auf Joomla 6 ist zwar noch nicht dringend, ist in vielen Fällen aber ein normales Upgrade und keine komplette Migration.

Natürlich gilt wie immer: zuerst Backup machen, Erweiterungen prüfen und nicht einfach am Freitag um 16.55 Uhr live aktualisieren.

Joomla war schon lange zuverlässig. Jetzt wird es zusätzlich richtig schnell.

Und ja: Aus dem soliden Arbeitstier wird gerade eine Rakete. Und zwar eine richtig schnelle.

Matthias Singer
Matthias Singerweb2use.ch
Hi! ich bin Matthias Singer. Ich bin Kommunikator, Fotograf, Online-Enthusiast, Kursleiter, Berater und Webdesigner. Ich arbeite seit dem Beginn im Jahr 2005 mit Joomla und seit 2017 mit dem SP Pagebuilder von Joomshaper.