Joomla 6 Grundkurs – 03: Frontend, Backend und wichtige Begriffe

Was ist das Frontend, wo findest du das Backend und wie hängen Menüs, Templates, Module und Beiträge zusammen? In der dritten Folge des Joomla-6-Videogrundkurses führe ich dich durch eine frisch installierte Website. Du lernst die Begriffe kennen, die dir beim Arbeiten mit Joomla immer wieder begegnen.

Nach der Installation wirkt eine Joomla-Website noch recht leer. Gleichzeitig bietet die Administration bereits viele Menüpunkte und Einstellungen. Du musst sie nicht alle auf einmal verstehen. Für den Einstieg hilft es, die verschiedenen Bereiche und ihre Aufgaben auseinanderzuhalten.

Im Video wechsle ich zwischen der sichtbaren Website und ihrer Verwaltung. Später zeige ich dir an einer bereits gestalteten Website, wo du die gleichen Bausteine wiederfindest. So kannst du das, was du auf der Demoseite lernst, auch auf deinen eigenen Auftritt übertragen.

Das Frontend: die Ansicht deiner Website

Das Frontend ist der Bereich, den Menschen beim Aufrufen deiner Website sehen. Dort lesen sie deine Texte, betrachten Bilder und bewegen sich mit den Menüs durch die Inhalte. In unserer neuen Installation sind erst wenige Elemente vorhanden, weil wir noch keine eigenen Beiträge angelegt haben.

Oft ist das Frontend öffentlich zugänglich. Eine Joomla-Website kann darin aber auch geschützte Bereiche enthalten, die erst nach einer Anmeldung sichtbar werden. Der Begriff beschreibt also die Websiteansicht, unabhängig davon, ob jede ihrer Seiten für alle freigegeben ist.

Wenn du einen Beitrag bearbeitet hast, kontrollierst du das Ergebnis im Frontend. Dort siehst du den Inhalt im tatsächlichen Layout deiner Website.

Das Backend: dein Arbeitsbereich in Joomla

Das Backend ist die Administrationsoberfläche. Bei einer gewöhnlichen Installation erreichst du sie, indem du /administrator an die Adresse deiner Website anhängst. Manche Websites schützen diesen Zugang zusätzlich oder verwenden einen abweichenden Zugang. In diesem Fall bekommst du die passende Adresse von der zuständigen Person.

Im Video melde ich mich mit dem Administrationskonto an, das bei der Installation erstellt wurde. Für deine tägliche Arbeit verwendest du dein eigenes zugewiesenes Konto. Welche Bereiche du danach siehst und bearbeiten darfst, hängt von deinen Berechtigungen ab. Zum Schreiben von Beiträgen brauchst du nicht automatisch sämtliche Administrationsrechte.

Nach der Anmeldung öffnet sich das Dashboard. Es zeigt verschiedene Kacheln mit häufig benötigten Funktionen und Hinweisen. Links findest du das Hauptmenü des Backends. Darüber gelangst du beispielsweise zur Inhaltsverwaltung, zu den Menüs oder zu den Systemeinstellungen.

Geführte Touren und Hilfe nutzen

Joomla bietet geführte Touren an, die dich durch einzelne Aufgaben begleiten. Gerade am Anfang können sie helfen, wenn du eine Funktion zum ersten Mal verwendest. Im Hilfebereich findest du weitere Anlaufstellen und Dokumentation.

Ein Link im oberen Bereich öffnet die öffentliche Website in einem weiteren Browser-Tab. Das ist beim Arbeiten praktisch: Du bearbeitest den Inhalt im Backend und prüfst im anderen Tab, wie er für deine Besucherinnen und Besucher aussieht. Nach dem Speichern musst du die Websiteansicht gegebenenfalls neu laden.

Systemhinweise richtig einordnen

Im Dashboard können Hinweise zu Joomla, Erweiterungen und verfügbaren Updates erscheinen. Wenn jemand anderes die technische Betreuung übernimmt, sprich solche Meldungen mit dieser Person ab. Für die reine Inhaltspflege musst du nicht jede technische Einstellung selbst verändern.

Bei einer neuen Installation kann Joomla zudem fragen, ob du an der freiwilligen Nutzungsstatistik teilnehmen möchtest. Dabei werden laut Joomla-Projekt anonymisierte technische Angaben übermittelt: die Joomla- und PHP-Version, Datenbanktyp und -version sowie das Serverbetriebssystem. Diese Informationen helfen bei der Weiterentwicklung und bei Entscheidungen über künftig unterstützte Systemversionen.

Präzisierung zur Aussage im Video: Diese Statistik ist keine automatische Übermittlung von Fehlermeldungen. Es werden die genannten technischen Daten gesendet. Details findest du in den Informationen des Joomla-Projekts zur Nutzungsstatistik.

Menüs: Wie Menschen deine Inhalte erreichen

Die Navigation deiner Website wird in Joomla über Menüs organisiert. Ein Menü enthält einzelne Menüeinträge. Ein solcher Eintrag kann beispielsweise einen bestimmten Beitrag, eine Übersicht mit mehreren Beiträgen oder eine andere Funktion öffnen.

Im Backend verwaltest du diese Einträge im Bereich «Menüs». Eine Website kann mehrere Menüs besitzen, etwa eine Hauptnavigation und eine zusätzliche Navigation im Fussbereich. Im Video siehst du zunächst das einfache Menü der frisch installierten Website.

Der Text eines Menüeintrags und der Titel eines Beitrags erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Menütext soll bei der Orientierung helfen. Der Beitragstitel beschreibt den Inhalt der aufgerufenen Seite. Beide können ähnlich sein, müssen aber nicht wortgleich lauten.

Templates: Die gestalterische Grundlage

Ein Template bestimmt wesentliche Teile des Erscheinungsbilds. Dazu gehören die Anordnung der Bereiche und die Gestaltung mit Schriften, Farben und Abständen. In der gezeigten Joomla-Installation begegnen dir Cassiopeia und Cassiopeia Extended.

Unter «System» findest du die Verwaltung der Site-Templates und ihrer Stile. Für den Einstieg ist die Unterscheidung hilfreich: Das Template stellt die gestalterische Grundlage bereit. Ein Template-Stil speichert eine konkrete Auswahl der angebotenen Einstellungen. Mit einem anderen Stil kann sich die Darstellung verändern, während die Beiträge erhalten bleiben.

Welche Einstellungen du ohne Programmierung ändern kannst, hängt vom Template ab. Im Video bekommst du einen ersten Einblick in die Stilverwaltung. Die eigentliche Anpassung des Templates folgt später im Kurs.

Module: Zusätzliche Bereiche auf einer Seite

Module stellen Inhalte oder Funktionen in dafür vorgesehenen Bereichen der Website dar. Die Demoseite zeigt dafür mehrere Beispiele: die Navigation, den Navigationspfad und ein Anmeldeformular.

Der Navigationspfad wird häufig als «Breadcrumbs» bezeichnet. Er zeigt die Position einer Seite innerhalb der Website, etwa vom Startpunkt über einen Themenbereich bis zur aktuellen Seite. Besucherinnen und Besucher können darüber zu übergeordneten Bereichen zurückgehen.

Ein Modul erhält eine Position, die das Template bereitstellt. Zusätzlich lässt sich festlegen, auf welchen Seiten es erscheinen soll. Deshalb kann ein Anmeldeformular auf bestimmten Seiten sichtbar sein und auf anderen fehlen.

Beim Menü greifen zwei Dinge ineinander: Das Menü enthält die Einträge und ihre Ziele. Ein Menümodul kann dieses Menü an einer Position der Website anzeigen. Sobald du das verstanden hast, wird nachvollziehbarer, warum ein angelegtes Menü nicht zwingend sofort im Frontend erscheint.

Beiträge: Deine eigentlichen Inhalte

Ein Beitrag enthält den redaktionellen Inhalt, beispielsweise einen Willkommenstext, eine Neuigkeit oder eine Beschreibung deines Angebots. Du erfasst dafür einen Titel und bearbeitest den Text in einem Editor. Auch Bilder können dazugehören.

In unserer neuen Installation fehlen diese eigenen Beiträge noch. Darum bleibt die eigentliche Inhaltsfläche weitgehend leer, obwohl bereits ein Template und verschiedene Module vorhanden sind. Erst mit deinen Inhalten entsteht daraus deine Website.

Ein gespeicherter Beitrag muss ausserdem auf passende Weise erreichbar sein. Häufig führt ein Menüeintrag direkt zu ihm. Er kann aber auch innerhalb einer Kategorieübersicht angezeigt werden. In der nächsten Folge legen wir einen ersten Beitrag an und ordnen ihn der Startseite zu.

Die Bausteine an einer fertigen Website erkennen

Zum Schluss zeige ich im Video eine bereits gestaltete Website. Hier ist die Navigation umfangreicher, und weitere Bereiche sind mit Inhalten gefüllt. Trotzdem erkennst du die gleichen Aufgaben wieder: Das Menü führt zu den Seiten, der Beitrag liefert den Inhalt und das Template gestaltet die Darstellung. Module ergänzen die dafür vorgesehenen Bereiche.

Wo Logo oder Fussbereich eingerichtet werden, hängt vom verwendeten Template und vom Aufbau der Website ab. Das Beispiel im Video zeigt eine konkrete Umsetzung. Deine Website kann diese Elemente an einer anderen Stelle verwalten.

Öffne zum Üben deine eigene Website und versuche, die Hauptnavigation, den eigentlichen Inhalt und ergänzende Bereiche zu erkennen. Wechsle danach ins Backend und suche die Bereiche «Beiträge» und «Menüs». Du musst dabei noch nichts ändern. Es geht zunächst darum, die sichtbare Website mit den zuständigen Verwaltungsbereichen zu verbinden.

Alle Folgen des Joomla-6-Videogrundkurses ansehen