Mit 10 Schritten zu Ihrer eigenen Website

man coffee cup pen largeBestimmt haben Sie das schon mal gehört: "Heute braucht jeder eine Website". Mit solchen Fomulierungen gehen Agenturen und Webbaukastenanbieter gleichermassen auf potentielle Kunden los - und machen dabei eines vergessen: Auch wenn der Aufbau einer Webseite dank moderner Hilfsmittel technisch heute keine grosse Sache mehr ist, sind die Inhalte der Kern jeder Website.

Es lohnt sich deshalb, nicht einfach mit der technischen Umsetzung zu beginnen, sondern sich zuerst mal hinzusetzen und Ordnung in den Pulk von Ideen zu bringen. Darum: Wenn Sie mit Ihrem Internetauftritt Erfolg haben wollen, sollten Sie sich zuerst folgende zehn Punkte überlegen - und ja: Setzen Sie sich hin, nehmen Sie ein Blatt Papier und beginnen Sie die Antworten aufzuschreiben.

Sie werden merken, das gibt zwar etwas Arbeit, aber es lohnt sich, denn ihre Website wird dadurch besser gefunden werden. Dann mal los:

 

1. Wer bin ich eigentlich?

Als allerersten Schritt sollten Sie sich mal überlegen, wer Sie eigentlich sind. Worum geht es bei der Ihrer Website? Warum wollen Sie eigentlich eine Internetseite aufbauen? Was ist die Idee hinter ihrem Bedürfnis, zu kommunizieren. Wenn Sie diese Frage beantwortet haben - und erst dann - gehen Sie zum nächsten Punkt.

 

2. Was gibt es schon?

Bevor Sie sich Gedanken zu ihrer eigenen Website machen, sollten Sie sich mal ein wenig umschauen: Wer macht dasselbe wie Sie, wer hat ähnliche Ziele und Ideen. Und wie präsentieren sich diese Personen, Firmen oder Vereine im Internet? Welche machen es gut, was gefällt Ihnen weniger? Nehmen Sie sich für diese Recherche Zeit. Denn sie werden mit dieser thematischen Auseinandersetzung einen guten Eindruch davon erhalten, was gefällt und was eher nicht.

 

3. Wen will ich mit meiner Website ansprechen?

Das ist neben der Frage nach ihrer Identität die mit Abstand wichtigste. Wer ist ihre Zielgruppe? Wer soll sich angesprochen fühlen? Wer soll ihr Kunde werden oder Freude an Ihrer Website haben. Schreiben Sie sich das auf - die Formulierung der Zielgruppe ist enorm wichtig, denn sie entscheidet darüber, wie Sie auftreten und welchen Ton ihre Website haben wird: Im Extremfall kollegial und per Du, oder aber eher reserviert - alles ist möglich und hat seine Berechtigung, wenn ihre Zielgruppe diese Sprache spricht.

 

4. Was erwarten meine Nutzer?

Wenn Sie sich die Zielgruppe überlegt und diese konkretisiert haben, bekommen Sie einen Eindruck davon, wer Ihre Website anschauen soll. Überlegen Sie sich jetzt, was diese Menschen erwarten. Haben diese Nutzer und Nutzerinnen Freude an verspielten, farbigen Elementen, schätzen sie es eher sachlich und nüchtern oder darf es sehr edel und aufgeräumt sein? Versuchen Sie sich in ihre Zielgruppe hineinzuversetzen und schreiben Sie auf, was ihre Nutzer von Ihnen erwarten.

 

5. Was sind meine Inhalte, die ich transportieren will?

Jetzt - und erst jetzt! - ist es soweit: Wenn Sie wissen, wer Sie selber sind, was Ihre Mitbewerber online machen und wer Ihre Zielgruppe ist, bzw. was Ihre künftigen Nutzer erwarten, ist der Moment da, über Ihre eigenen Inhalte zu reden. Ihre eigenen Inhalte, das sind noch keine ausgefeilten Texte oder fertig aufgebaute Seiten, sondern die Themen. Seien Sie dabei freigiebig mit Informationen. Wenn Sie einen Onlinenshop für Konfitüre einrichten möchten, dann zählen Sie auch die Zutaten zu ihren Inhalten. Und die Herstellungsprozesse ihrer Konfiture. Und die Bauern, die ihre Rohstoffe erzeugen. Reduzieren können Sie dann später noch.

Seien Sie beim Sammeln der Themen grosszügig. Ihre Benuter werden es Ihnen danken.

 

6. Wie strukturiere ich meine Inhalte am besten?

Nachdem Sie nun eine lange Liste mit Themen aufgeschrieben haben, versuchen Sie diese zu strukturieren. Das Resultat ist eine erste Vorstellung von der künftigen Navigationsstruktur ihrer Seite. Behalten Sie dabei immer ihre Zielgruppe im Hinterkopf - und deren Wissensstand. Wo werden ihre Benutzer welche Inhalte vermuten?

Ein kleiner Tipp: Schreiben Sie ihre Themen auf Post-it Haftnotizen und verteilen Sie sie an einer Wand oder auf einem Tisch. Versuchen Sie nun Gruppen zu bilden. Sie können dabei so oft umstellen, bis sie zufrieden sind.

 

7. Welche Stichworte sind für meine Nutzer wichtig?

Wenn Sie ihre Themen strukturiert haben, nehmen Sie sich Thema für Thema, Post-it für Post it vor und schreiben sich alle Stichworte - die sogenannten Keywords - auf, die Ihnen in den Sinn kommen. Wenn Sie ihren Onlineshop für Konfitüre einrichten, sollten Sie sich als Stichworte auch alle Synonyme und verwandte Begriffe für Konfitüre aufschreiben: Marmelade, Gelée, Konfi, Brotaufstrich, etc. Der Grund ist ganz einfach: Ihre Benutzer werden nicht einfach genau das suchen, was sie schreiben. Wenn Sie auf ihrem Onlineshop für Konfitüre das Wort "Marmelade" nie verwenden, werden alle Benutzer, die mit diesem Wort suchen, nie auf Ihre Website gelangen.

Darum: Seien Sie kreativ und denken Sie quer. Oft geht das auch besser zu zweit, oder zu dritt. Und auch hier gilt: Seien sie grosszügig und schreiben Sie lieber etwas zu viel als zu wenig auf. Streichen können Sie immer noch.

 

8. Wie soll meine Website heissen?

Jetzt, nachdem Sie einen guten Überblick über Ihre künftige Website haben, und idealerweise wirklich erst jetzt, sollten Sie sich überlegen, wie Ihre Internetseite heisst. Die Adresse, unter der Ihre Website aufgerufen wird - die Domain - ist dabei zentral. Überprüfen Sie bei einem Anbieter, ob ihre Wunschadresse noch frei ist und reservieren Sie diese.

 

9. Was lesen meine Nutzer gerne für Texte?

Jetzt beginnt die Knochenarbeit. Beginnen Sie zu schreiben. Getreu dem Grundsatz, dass Google nur findet, was geschrieben ist, beginnen Sie nun ihre Keywords in Texte zu verpacken. Versuchen Sie, nicht zu lange zu werden, sich auf die jeweiligen Themen zu konzentrieren, die Keywords natürlich in die Texte zu verpacken und dabei kurzweilig, aktiv und süffig zu schreiben.

Und gehen Sie vom Feinen zum Greoben: Beginnen Sie mit den Inhalten auf der untersten Navigationsebene und arbeiten Sei sich dann Thema für Thema und Navigationsstufe für Navigationsstufe bis zur Startseite durch.

 

10. Wie kann ich meine Inhalte illustrieren

Nachdem Sie eine saubere Inhaltsstruktur erstellt und eine Fülle an Texten geschrieben haben, stellt sich nun noch die Frage nach den Bildern. Überlegen Sie sich, welche Bilder zu welchem Text passen, wo ein Video Sinn macht und beginnen Sie diese zu sammeln oder zu produzieren. Beachten Sie dabei unbedingt die Rechte an den Bildern - Sie dürfen nicht einfach aus dem Internet Bilder zusammenkopieren.

 

 

Wenn Sie diese 10 Schritte so erledigt haben, sind Sie bestens vorbereitet, um sich über die grafische und technische Umsetzung Ihrer Website Gedanken zu machen. Und Sie merken: Das ist ein gutes Stück Arbeit - aber es lohnt sich, denn Ihre Seite wird von Anfang an besser gefunden werden! Ausserdem sind sie so perfekt vorbereitet, wenn Sie eine Agentur mit der Umsetzung ihrer Website beauftragen.


Falls Sie sich bei diesem Prozess überfordert fühlen, unterstützen wir Sie gerne. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!